Die Geschichte vom Fluss und den Felsen
Vor langer Zeit floss ein mächtiger Fluss durch ein fruchtbares Tal. Der Fluss war das Lebenselixier für alle Bewohner des Landes. Er spendete Wasser, sorgte für fruchtbare Böden und verband die Menschen miteinander. Der Fluss folgte dem Tao, dem natürlichen Fluss des Lebens, der alles durchdringt und im Gleichgewicht hält. Die Menschen lebten in Harmonie mit dem Fluss, respektierten seine Kraft und passten sich seinen Rhythmen an.
Doch eines Tages begannen einige der Bewohner, Felsen in den Fluss zu werfen. Zuerst waren es nur kleine Steine, die den Fluss kaum störten. Doch mit der Zeit wurden die Felsen immer größer. Diejenigen, die die Felsen warfen, behaupteten, sie täten dies, um den Fluss zu „verbessern“. Sie sagten, sie wüssten besser, wie der Fluss fließen sollte, und dass ihre Felsen ihn stärker und mächtiger machen würden.
Die Felsen störten jedoch den natürlichen Fluss des Wassers. Sie schufen Strudel, die alles in ihren Sog zogen, und blockierten den Weg des Flusses an manchen Stellen so sehr, dass das Wasser über die Ufer trat und das Land überschwemmte. Die Harmonie war gestört, und die Menschen litten unter den Folgen.
Die Rolle der „Könige“
Unter denen, die die Felsen warfen, gab es zwei besonders mächtige Männer. Der eine nannte sich selbst einen „starken Führer“, der andere einen „König der Deals“. Beide behaupteten, sie wüssten, was das Beste für das Volk sei, und dass ihre Felsen den Fluss kontrollieren und ihn für alle besser machen würden. Doch in Wahrheit ordneten sie sich über das Volk, wie mittelalterliche Könige, die glaubten, sie stünden über den natürlichen Gesetzen des Tao.
Der „starke Führer“ baute Felsen der Angst und der Aggression. Er sagte den Menschen, sie müssten sich vor den anderen Bewohnern des Tals fürchten, und dass nur er sie beschützen könne. Der „König der Deals“ warf Felsen der Gier und der Spaltung. Er versprach den Menschen Reichtum, doch seine Felsen schufen nur Ungleichheit und Zwietracht.
Das Volk und das Tao
Das Volk spürte, dass etwas nicht stimmte. Der Fluss, der einst ihr Leben nährte, wurde nun zu einer Quelle des Leids. Doch viele waren unsicher, wie sie reagieren sollten. Einige folgten blind den „Königen“, in der Hoffnung, dass ihre Versprechen wahr werden würden. Andere waren wütend, aber fühlten sich ohnmächtig.
Doch es gab auch jene, die sich an die Lehren des Tao erinnerten. Sie wussten, dass der Fluss am besten fließt, wenn er frei ist von Hindernissen, und dass wahre Stärke nicht in der Kontrolle, sondern in der Anpassung liegt. Sie begannen, sich zu organisieren und nach Wegen zu suchen, die Felsen zu entfernen.
Die Lehren der Schweiz
In einem anderen Tal, weit entfernt, lebte ein Volk, das es geschafft hatte, den Fluss in Harmonie zu halten. Dieses Volk lebte in der Schweiz. Sie hatten gelernt, dass die wahre Macht nicht in der Herrschaft weniger liegt, sondern in der Teilhabe aller. Sie hatten ein System geschaffen, in dem das Volk direkt über wichtige Entscheidungen abstimmen konnte. Sie respektierten den natürlichen Fluss des Lebens und wussten, dass jeder Versuch, ihn zu dominieren, nur zu Chaos führen würde.
Die Schweizer hatten auch gelernt, dass Neutralität und Dialog wichtiger sind als Aggression und Konfrontation. Sie verstanden, dass der Fluss alle verbindet, und dass es keine dauerhaften Lösungen gibt, die nur einem Teil des Volkes zugutekommen.
Was das Volk tun kann
Das Volk im ersten Tal begann, von den Schweizern zu lernen. Sie erkannten, dass sie nicht auf die „Könige“ warten mussten, um die Felsen zu entfernen. Sie konnten selbst aktiv werden. Sie begannen, sich zu organisieren, in kleinen Gruppen, die sich um die Entfernung der Felsen kümmerten. Sie nutzten Werkzeuge des Dialogs und der Zusammenarbeit, um die Hindernisse zu beseitigen.
Sie erinnerten sich auch daran, dass der Fluss des Tao niemals stillsteht. Veränderung ist natürlich, und selbst die größten Felsen können mit der Zeit abgetragen werden. Sie verstanden, dass sie geduldig sein mussten, aber auch entschlossen.
Reflexion
Die Geschichte des Flusses und der Felsen zeigt, wie das gewählte zum Problem für das Ganze werden kann, wenn diejenigen, die an der Macht sind, sich über das Volk und die natürlichen Gesetze des Lebens erheben. Putin und Trump sind Beispiele für moderne „Könige“, die versuchen, den Fluss des Lebens zu kontrollieren, anstatt ihn fließen zu lassen.
Das Volk muss sich daran erinnern, dass die wahre Macht in der Gemeinschaft liegt. Es kann von der Schweiz lernen, wie wichtig direkte Demokratie, Neutralität und Dialog sind. Konkret kann die Welt von der Schweiz lernen, dass nachhaltige Lösungen nur durch die Teilhabe aller und den Respekt vor den natürlichen Gesetzen des Lebens erreicht werden können.
Am Ende wird der Fluss immer seinen Weg finden. Die Frage ist nur, ob die Menschen bereit sind, ihm zu folgen oder weiterhin Felsen in seinen Weg zu werfen.
Moral
Das was man wählt, das muss man inklusive organisieren, also so, dass es keine Steine in den Fluss schmeißt, um einige im Volk zu bevorzugen und andere unfair auszuschließen. Politiker müssen, wie es ZHAO in Alles unter einem Himmel beschrieb, allen dienen und als ethisches Vorbild den Nutzen aller mehren.
Im Westen ist es jedoch in Mode gekommen, dass sich Gewählte über das Volk stellen. Das TAO und das iGing zeigen als älteste Wahrheitslehren der Welt, dass dies zu Lasten des Volkes geht und Unheil fördert.
FUTUR III macht darauf aufmerksam, dass durch Reform der gesellschaftlichen Struktur (Organisation) diese Mode gestoppt werden sollte, um den sozialen Unsinn bis zum Krieg endlich zu vermeiden.
Der Volksentscheid kann z.B. absolute Machtentwicklungen vermeiden. Dabei kann der Westen von der Schweiz (Genossenschaft) und dem Geist des fernen Ostens noch einiges lernen. Doch wie lernen Rechtssysteme? Mit der Frage beschäftigte sich schon Luhmann als Geist der Systemtheorie 1971 in Politische Planung. Dazu morgen eine Vertiefung.
FUTUR III pflegt im Geist der dt. Dichter & Denker die sozialen Lern- und Gestaltungsfunktion. Doch unsere Gewählten ignorieren ihre Kompensation, da sie sich als Subjekt (Könige) verstehen. Weil absolute Macht so organisiert hat und die Governance und seine organisierte Kontrolle und Reflexion der Demokratie versagt.
Merke: eine Wahl bestätigt immer das alte System und kann mithin eine Reform nicht ersetzen, die das alte System an die digitale Realität demokratisch durch eine Funktion anpasst.