Umdenken: Vom Ding zur Funktion: Wozu - Was - Wie

Warum der Westen im digitalen Zeitalter sein kollektives Bewusstsein neu konstruieren muss

Die Digitalisierung, so die verbreitete Annahme, soll die Welt einfacher, effizienter und zugänglicher machen.

Doch FUTUR III warnt: Die Welt wird nicht simpler, sondern komplexer und schneller.

Diese Entwicklung stellt fundamentale Herausforderungen an den Westen. Bereits 2015 analysierten wir, dass der Westen, und hier besonders an den Europa, geistig scheitern könnte, wenn er sich weiterhin dem „Autopoiesis-Wahn“ hingibt: dem Glauben, dass sich Systeme ausschließlich selbst erhalten und regulieren können, ohne sich an die neuen Realitäten anzupassen. Also durch soziales Bewusstsein zunächst zu lernen (neu zu erkennen) und neu bzw. umzugestalten. Transformation= Wandlung.

Doch um diesen Wandel zu verstehen, müssen wir uns von der Fixierung auf das „Ding“ als Kant-Programmierte lösen und uns der „Funktion“ zuwenden.

Warum fällt uns das so schwer?

Und warum ist der Osten in diesem digitalen Spielwandel dem Westen so deutlich überlegen?

Das erkennt man an der Oberfläche, dem Speziellen, am zunehmenden Scheitern, also der Sinnimplosion der abgetrennt konstruierten Dinge. Die abgetrennt gedachten Dinger funktionieren nicht mehr.

Um das begründen zu können müssen wir an die unsichtbaren Dinge, die Verbindung der Dinger (Querdenken) und an ihre Axiome, die Vorbedingungen (Tiefdenken). Kurz, das unsichtbare Allgemeine, die MetaPhysik ist gefragt.
Das ist fast unmöglich, denn 1933 wurde diese (Hegel, Schiller) Fähigkeit von Nazis nachhaltig gemein dem Geist der Deutschen entzogen. Der fatale Positivismus des Wiener Kreises. Im krassen Widerspruch zu unseren ethischen Wurzeln, konkret dem Höhlengleichnis Platons.

Die Schuld der Philosophen, die schweigend Unsinn mittragen und an der Oberfläche Anerkennung als Ding mit suchen. Das untergehende Narrenschiff.

Hesse, Jung, Einstein, Luhmann, Giddens und einige anderen Genies versuchten diese Lücke geistreich zu kompensieren.

Doch wenn das geistige Betriebssystem nur Dinger kennt, dann scheitert die Bewusstheit. Wer versteht im Westen bitte Hegel und die Genannten?! Selbst im Hinterzimmer ist dieser Geist nahezu ausgestorben. Auf dem Weg in eine Idiokratie.

Vom Ding zur Funktion: Ein Paradigmenwechsel

Der westliche Geist, geprägt von der Aufklärung und dem Denken Immanuel Kants, ist darauf ausgerichtet, die Welt in „Dingen“ zu begreifen. Kant verstand die Welt als eine Ansammlung von Objekten, die durch Kategorien und Logik erfassbar sind.

Doch diese Denkweise stößt an ihre Grenzen, wenn es darum geht, Funktionen und dynamische Prozesse zu verstehen.

Ein Ding ist statisch, eine Funktion hingegen ist fließend, kontextabhängig und systemisch. So wie es die Biologie, die Wissenschaft vom Leben zum Gegenstand hat.

Anmerkung: wenn sie einen Biologen in der Geschäftsführung haben, kompensieren sie erhebliche blinde Flecken.

Die Digitalisierung führt uns genau in diese Welt der Funktionen: Es geht nicht mehr um das Produkt als solches, sondern um dessen Rolle in einem größeren Netzwerk, um seine Funktion in einem Ökosystem.

Industrie 4.0 greift daher viel zu kurz. Society 6.0 müsste adressiert werden.

Der Westen tut sich schwer damit, diesen Wandel zu vollziehen. Wir denken in Produkten, in Besitz, in klaren Grenzen.

Doch die digitale Welt funktioniert anders: Sie ist ein Geflecht von Beziehungen, Algorithmen und Prozessen, die sich ständig verändern.

Das „Ding“ und damit der Westen verliert an Bedeutung.

Die „Funktion“ wird zum zentralen Element.

Wer das nicht begreift, wird in der digitalen Ära scheitern.

Die ausführlich qualitativ analysierte These von FUTUR III im Jahr 2015, das Risiko ist mittlerweile ignoriert zur Krise geworden. Nicht nur in Automotive. Auf dem Weg zur Katastrophe, der Sinnimplosion als System.

Sowohl unsere Governance wie auch Arbeitnehmervertreter sind geistig überfordert. Doch sie haben gelernt sich durch Show als Subjekt zu bewahren, anstatt die Plastizität ihrer Bewusstheit als Funktion von sich ergänzenden geistigen Funktionen neben der Logik wie emotionale Empathie, Bauchgefühl, Kreativität, Intuition, Motivation methodisch zu erweitern.

Kurz Besserwisser, die nicht verstehen führen uns, wie nach jedem Medienwechsel in der Kommunikation an den Rand des Abgrundes. Trotz Warnung.

Die Folge, der Reflex

a) Prügelknaben zur eigenen Entschuldung werden gesucht am
b) man grenzt sich in seinen Burgen ab. Zugbrücke hoch, Ausländer raus
c) man lügt, beugt und fälscht Fakten
d) man provoziert im Aussen, um im Innen Einigkeit zu stärken. Bis zum Krieg

Wer in der Geschichte lernt erkannte längst, es ist wieder so weit. Nicht nur in Israel, Russland, der USA. Denn alles folgt dem Muster. Global. Digital entgrenzt.
Nur der Ferne Osten lächelt, denn dort ist man vorbereitet, durch passenden Geist.

Warum der Osten überlegen ist: Das iGing und das Glasperlenspiel

Hier zeigt sich die Stärke des Ostens. In der östlichen Philosophie, insbesondere im Taoismus, steht nicht das Ding im Mittelpunkt, sondern das Fließen, das Funktionieren, das Tao.

Das Tao ist kein Ding, sondern ein Prinzip, eine Lebensfunktion.

Es geht um das Verständnis von Zusammenhängen, um die Dynamik des Lebens, um das, was zwischen den Dingen passiert. Diese Denkweise ist systemisch und damit der digitalen Welt viel näher als das westliche, auf Objekte fixierte Denken.

Hermann Hesse hat dies in seinem „Glasperlenspiel“ eindrucksvoll dargestellt. Das Glasperlenspiel ist eine Metapher für das Verständnis von Zusammenhängen, für das Spiel der Funktionen, nicht der Dinge.

Hesse schrieb dieses Meisterwerk, nachdem er die Logik des iGing verstanden hatte – das „Buch der Wandlungen“, das nicht statische Wahrheiten lehrt, sondern die Dynamik des Lebens, das ständige Fließen und die Interaktion aller Dinge. Sokrates war da weit näher dran, als der Absolutismus des Machtkonstruktes Gotteskirchen und weltliche Führung.

Das iGing ist kein Ding, sondern ein System von Funktionen, ein Netzwerk von Beziehungen. Wer das iGing versteht, begreift, dass die Welt nicht aus Dingen besteht, sondern aus Prozessen.

Der Westen und das fehlende systemische Bewusstsein

Der Westen muss umdenken, wenn er in der digitalen Ära bestehen will.

Das bedeutet, sich von der Fixierung auf das Ding zu lösen und ein systemisches Bewusstsein zu entwickeln, so wie das FUTUR III durch eine Wandelfunktion macht und auf seiner Finca am Mittelmeer pflegt und lehrt.

Das Tao und das iGing können als Inspirationsquellen dienen. So wie sie den Geist, die mathematischen Grundlagen der Digitalisierung, Prof. Leibniz (heute Uni Hannover) prägten (wir führten mehrfach aus). Hannover war mal der Nabel der IT, doch die Governance dort schlief, wandelte nicht rechtzeitig. So entstand erst das Silicon Valley, wo ich in den 90ern für Xerox digitale Lösungen in die DAX Konzerne transformierte.

Es geht also im Kern darum, den Sinn als Lebensfunktion zu verstehen, nicht als statisches Konzept.

Es geht also darum, die Welt als Netzwerk von Beziehungen zu begreifen, nicht als Ansammlung von Objekten.

Die Digitalisierung zwingt uns dazu, unsere Denkweise zu ändern!
Wer weiterhin nur in Dingen denkt, wird die Komplexität und Geschwindigkeit der neuen Welt nicht bewältigen können.
Der Osten hat hier einen Vorsprung, weil seine Philosophie schon immer systemisch war. Der Westen muss nachziehen, wenn er nicht geistig scheitern und untergehen will.

Doch Don’t Look Up ist bittere Realsatire. Trotz prominenten Warnungen, z.B. von Hawking in seinen letzten Worten.
Unsere Governance ignoriert selbst ihn. Geistig überfordert. Out of Control.

Fazit: Vom Ding zur Funktion – ein notwendiger Wandel

Die Digitalisierung ist nicht nur eine technologische Revolution, sondern auch eine geistige Herausforderung. Sie zwingt uns, unsere Denkweise zu überprüfen und uns von der Fixierung auf das Ding zu lösen. Der Westen muss lernen, die Welt als Netzwerk von Funktionen zu begreifen, nicht als Ansammlung von Objekten. Das Tao, das iGing und das Glasperlenspiel zeigen uns den Weg: Es geht um das Verständnis von Zusammenhängen, um die Dynamik des Lebens, um das Fließen und die Interaktion aller Dinge. Jenseits der konstruierten Logik der Physik. Quanten sind Geist, jenseits der physikalischen Logik.

Nur wer diesen Wandel vollzieht, wird in der digitalen Ära bestehen können.

FUTUR III hilft durch Bewusstseinsexpertise (z.B. MIT Zertifikat), durch Prozess, also Funktion, durch Erfahrung in der Transformation der wertvollsten Organisationen und durch die Methode aus abgetrennten Experten und Dingern („Spektralfarben“) das notwendige Bogenmaß (:rainbow: „Regenbogen“) zu orchestrieren.

FUTUR III España konkretisiert bereits auf das Thema Gesundheit als orchestriere Funktion der Teile und hat damit, die Ironie des Schicksals mein Leben gerettet.

Wann lernen sie ihre Zukunft durch methodischen Wandel, ihre eigene FUTUR III?

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