Warum der NEURA-Tether-Deal Europa eine zweite Souveränitäts-Spur kostet - und warum wir noch 24 Monate haben, sie zu bauen
Wenn Sie diesen Text bis zum Ende lesen, werden Sie drei Dinge wissen, die in der bisherigen Berichterstattung über David Reger und NEURA Robotics konsequent ausgespart werden. Welchen strategischen Fehler die deutsche Wirtschaftspresse seit zwei Jahren beim wichtigsten Tech-Deal des Jahrzehnts begeht. Warum die größte industrielle Plattform der nächsten dreißig Jahre gerade so gebaut wird, dass Europa sie verlieren muss. Und welche zweite Spur Deutschland innerhalb der nächsten 24 Monate aufbauen kann, um einen Schaden abzuwenden, den heute noch niemand sehen will.
Ich schreibe das nicht aus akademischer Distanz. Ich schreibe es aus der Entfernung von 30 Jahren Einsatzerfahrung in Spezialeinheiten Polizei und Nachrichtendienst - weltweit. David Regers Firmensitz ‚NEURA Robotics‘ liegt in Metzingen, und was in den nächsten fünf Jahren passiert, wird über die Frage entscheiden, ob Europa 2032 noch eine eigene Hand am Steuerknüppel hat - oder ob wir den vermutlich wichtigsten Markt seit der Erfindung des Verbrennungsmotors als Konsumenten beobachten, statt ihn als Architekten zu prägen.
Meine These
Der NEURA-Tether-Deal ist nicht das, wofür ihn die deutsche Wirtschaftspresse hält. Er ist nicht in erster Linie eine Finanzierungsrunde. Er ist nicht der Durchbruch eines deutschen Tech-Champions. Er ist der Punkt, an dem eine industrielle Plattform gebaut wird, die m. E. n. in zehn Jahren in fünf Millionen privaten Räumen steht - und deren Steuerungs-Logik in einer Cloud-Topologie verteilt ist, die mit dem Begriff europäischer Souveränität unvereinbar ist.
Ich behaupte nicht, dass Reger ein schlechter Unternehmer ist. Ich behaupte das Gegenteil. Er ist derzeit der einzige deutsche Gründer seiner Generation, der eine Plattform-Wette in einer Größenordnung fährt, die historisch Konsequenzen haben wird. Er verdient dafür Anerkennung, kein Misstrauen. Aber er baut, mit allem Respekt, ein System, das auf eine einzige erwartete Zukunft optimiert ist - und das ist in einer Welt, die sich nicht linear bewegt, der teuerste Architekturfehler, den man machen kann.
Die Größenordnung, die niemand wirklich begreift
Bevor wir über die Architektur reden, müssen wir über die Dimension reden. Morgan Stanley schätzt den globalen Markt für humanoide Roboter auf fünf Billionen Dollar bis 2050 - doppelte Größe der heutigen Automobilindustrie. Goldman Sachs erwartet, dass die Consumer-Sparte allein in einem Jahrzehnt jährlich eine Million Einheiten überschreitet. Fortune Business Insights prognostiziert für die Jahre 2026 bis 2034 eine Wachstumsrate von 50,6 Prozent jährlich. Das ist nicht die Steigerung eines Marktes. Das ist die Geburt einer neuen industriellen Kategorie.
Der Grund dafür ist nicht Tech-Hype, sondern Demografie. 2,1 Milliarden Menschen werden bis 2050 über 60 Jahre alt sein. Der deutsche Pflegekräftemangel ist nicht zyklisch, er ist strukturell. Was heute fehlt, wird morgen nicht mehr durch Menschen zu decken sein. Was wir in den letzten zehn Jahren in Pflege, Haushalt, Logistik, Altenpflege an Lücke aufgebaut haben, wird in den nächsten zehn Jahren nur durch eines geschlossen - durch HumanRobotic, die menschliche Arbeit in menschlichen Räumen leisten.
Reger hat das verstanden, bevor 95 Prozent der deutschen Industrie es verstanden haben. Er nennt seinen Roboter ein „Smartphone mit Armen und Beinen". Das ist die treffendste Metapher, die in den letzten zwei Jahren zu diesem Thema gefallen ist. Sie erfasst genau, was hier auf dem Spiel steht: nicht ein neues Produkt, sondern eine neue Plattform-Schicht, die in den nächsten zwanzig Jahren das tut, was das Smartphone in den letzten zwanzig getan hat - sie wird allgegenwärtig, alltäglich und unsichtbar gemacht.
Wer das versteht, weiß: Hier wird nicht um Marktanteile gespielt. Hier wird um Plattform-Hoheit gespielt. Und Plattform-Hoheit funktioniert nach einer Regel, die der amerikanische Tech-Sektor in den letzten zwanzig Jahren mit historischer Konsequenz angewandt hat - der Sieger nimmt den größten Teil, der Zweite einen Rest, der Dritte einen Trostpreis.
Wer den Aggregationsknoten kontrolliert, kontrolliert die Maschine
Hier kommt der Punkt, an dem die deutsche Wirtschaftspresse seit zwei Jahren versagt. Niemand stellt die Frage, die strategisch entscheidend ist.
NEURA-Roboter lernen nicht isoliert. Sie sind über eine Plattform namens Neuraverse miteinander verbunden. Jeder Roboter, der weltweit eine Erfahrung macht, speist diese Erfahrung in einen zentralen Aggregator ein, von dem aus sie als Update an alle anderen Roboter zurückfließt. Das ist Schwarmlernen - und es ist die einzige Art, wie eine Maschine in zwei Jahren das lernt, wofür ein Mensch ein Berufsleben braucht.
Schwarmlernen ist eine geniale Architektur für Geschwindigkeit. Aber sie hat einen blinden Fleck, den Reger nicht sieht - weil er als Tech-Gründer aus der Logik der Optimierung denkt, nicht aus der Logik des Lebens.
Ein System, das alle Roboter über einen einzigen Aggregationspunkt synchronisiert, ist auf eine bestimmte Erwartung an die Welt optimiert. Es geht davon aus, dass die Erfahrungen, die in Hangzhou gemacht werden, in Stuttgart relevant sind, dass das, was in einem Pflegeheim in Lissabon gelernt wird, in einer Werkshalle in Wolfsburg anwendbar ist, und dass die zentrale Auswahl, was als Update zurückfließt, klüger ist als die lokale Entscheidung des einzelnen Geräts. Das ist eine elegante Annahme. Sie ist falsch.
Sie ist falsch, weil Leben nicht so funktioniert. Evolution funktioniert nicht so. Bewusstsein funktioniert nicht so. Jedes funktionierende lebende System hat zwei Schichten: eine gemeinsame, in der geteilte Erfahrung kondensiert wird - und eine individuelle, in der lokale Anomalien, Abweichungen und unerwartete Begegnungen verarbeitet werden, ohne dass sie sofort von der gemeinsamen Schicht eingeebnet werden. Die zweite Schicht ist nicht ineffizient. Sie ist die Quelle aller Neuheit. Aus genau diesen Abweichungen entstehen die Lernfortschritte, die im zentralen Aggregator nicht entstehen können, weil dort nur das überlebt, was sich bereits als Muster bewährt hat.
NEURA hat die erste Schicht gebaut. Die zweite Schicht fehlt - strukturell, nicht graduell. Das macht das System schnell, eindrucksvoll und vorhersehbar in einer Welt, die sich vorhersehbar verhält. In einer Welt, die das nicht tut, macht es das System fragil.
Wo der Knoten steht
Wer betreibt diesen zentralen Aggregationspunkt? Wo steht er? Welches Recht greift? Welche staatliche oder quasi-staatliche Hand kann darauf zugreifen - heute, in fünf Jahren, in fünfzehn?
NEURA hat Hubs in Metzingen und Hangzhou (eröffnet im November 2025 mit Alibaba Cloud), Tether sitzt in El Salvador, die Cloud-Infrastruktur fährt auf AWS. Das ist nicht souverän. Das ist verteilte Abhängigkeit. Es ist eine schöne Geschichte für Investoren, aber im sicherheitsstrategischen Sinn ist es das Gegenteil von dem, was die „Made in Germany"-Erzählung suggeriert.
Ich behaupte nicht, dass hier eine bösartige Absicht am Werk ist. Ich behaupte etwas Ernsteres: Diese Architektur ist in dem Moment kompromittiert, in dem sie gebaut wird, weil sie keine Antwort auf die Frage hat, wer in einer Krise welchen Knoten abschalten, ausleiten oder umleiten kann. Es ist eine Architektur, die für maximalen Datendurchsatz optimiert ist - nicht für eine Welt, in der die Realität sich nicht an den Plan hält.
Was ROMI wirklich heißt
An dieser Stelle muss ich einen Begriff einführen, den die deutsche Wirtschaftspresse selten benutzt und meistens falsch versteht. Antifragilität.
Resilienz, von der heute überall geredet wird, ist ein defensives Konzept. Ein resilientes System überlebt Stress und kehrt zum vorherigen Zustand zurück. Es bleibt stabil. Das ist gut, aber es ist nicht genug.
Antifragilität, ein von Nassim Taleb geprägter Begriff, beschreibt etwas anderes. Ein antifragiles System wird durch Stress stärker. Es wächst durch Volatilität. Jeder Schlag, der es nicht zerstört, macht es klüger. Stress ist nicht der Feind, sondern der Treibstoff der Weiterentwicklung.
Antifragil ist die menschliche Immunabwehr, die jeden Krankheitserreger, mit dem sie in Kontakt kommt, in eine bessere Antwort gegen den nächsten verwandelt. Antifragil ist ein Wald nach einem Sturm, der zehn Jahre später dichter und stärker dasteht als vor dem Sturm. Antifragil ist Evolution selbst - und damit das Prinzip, nach dem alles Lebendige funktioniert.
Was Reger gebaut hat, ist nicht antifragil. Es ist nicht einmal robust resilient. Es ist optimiert. Ein optimiertes System läuft glänzend, solange die Realität dem Plan folgt. Es bricht, sobald sie es nicht mehr tut. Genau das ist der teuerste Architekturfehler, den man auf einer Fünf-Billionen-Dollar-Plattform machen kann - und Reger macht ihn gerade.
Die Architektur, die fehlt
An dieser Stelle muss ich offenlegen, woran ich seit Jahren arbeite, weil sonst der Rest dieses Textes nicht mehr zu lesen ist als eine elegant formulierte Kritik. Ich beschreibe nicht nur eine Lücke. Ich habe eine Antwort.
Sie heißt ROMI, und sie geht von einer Grundeinsicht aus, die jedes lebendige System bestätigt:
Ein funktionierendes Netzwerk braucht beides. Einen zentralen Core, in dem geteiltes Wissen kondensiert wird. Und individuelle Knoten, die ihre eigene lokale Wirklichkeit ernst nehmen - und das Recht behalten, zu entscheiden, was von außen integriert wird und was nicht.
Zwischen beiden steht eine dynamische Schwelle. Sie ist nicht fest. Sie ist nicht symmetrisch. Sie entscheidet situativ, welche Erfahrung vom Core zum einzelnen Knoten fließt - und welche lokale Anomalie wichtig genug ist, in den Core zurückzufließen. Diese Schwelle ist selbst lernfähig. Sie lernt aus jeder Begegnung, was geteilt werden muss und was lokal bleiben darf. Sie ist statisch nur so lange, wie nichts Neues passiert. Sobald etwas Unerwartetes geschieht, wird sie zur aktivsten Stelle des gesamten Systems.
Das Resultat ist eine Architektur, die das Gegenteil von NEURA tut - und damit das, was NEURA strukturell nicht tun kann. Sie ist langsamer im Lernen, weil sie nicht jede Erfahrung sofort verteilt. Aber sie wird stärker durch jede Abweichung, die sie verarbeitet. Sie ist nicht für die Welt optimiert, in der alles nach Plan läuft. Sie ist für die Welt gebaut, in der nichts nach Plan läuft. Und das ist, mit Verlaub, die einzige Welt, die wir haben.
Diese Architektur ist nicht die Antithese zu Reger. Sie ist die Komplementär-Spur, die Europa neben Reger braucht. Schwarmlernen mit zentralem Aggregator ist die richtige Lösung für Märkte, in denen Lerngeschwindigkeit wichtiger ist als Datenhoheit - Konsumelektronik, Logistik, niedrig regulierte Anwendungsfelder. Die ROMI-Architektur ist die richtige Lösung für Märkte, in denen Souveränität, Vertraulichkeit und antifragile Stabilität unverzichtbar sind - Verteidigung, Sicherheitsbehörden, kritische Infrastruktur, Pflege in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft, Pharma, Banking, Justiz. Jede Bundesbehörde. Jede Kommune. Jedes Krankenhaus.
Beide Architekturen zusammen wären eine europäische Antwort, die das fünf Billionen Dollar große Feld in voller Breite bedient. Eine allein reicht nicht. Reger weiß das vermutlich. Aber er kann es allein nicht bauen - und es ist auch nicht seine Aufgabe.
Die Prognose, vor der ich ernsthaft warne
Lassen Sie mich vierundzwanzig Monate weiter denken - nicht als Spekulation, sondern als nüchterne Hochrechnung.
NEURA hat bis Mitte 2028 die ersten fünfzigtausend humanoide Roboter ausgeliefert. Bosch fährt eine Pilotlinie in einem Werk in Süddeutschland, Hyundai in Korea, ein deutsches Klinikum hat fünfzig Geräte für die Pflege im Einsatz. Die Presse ist begeistert. Die Auftragsbücher sind voll. Reger ist auf dem Titel jedes relevanten Wirtschaftsmagazins. Tether hat eine Bewertung von 8 Milliarden Euro durchgesetzt. Die zweite, größere Finanzierungsrunde steht an.
In diesem Moment passiert eines von drei Dingen.
Erstens: Ein Sicherheitsforscher veröffentlicht eine Analyse, die zeigt, dass über den Neuraverse-Aggregator strukturell mehr Daten abfließen als kommuniziert. Die Branche reagiert defensiv, die Politik fordert Aufklärung, die Aufsichtsbehörden beginnen Ermittlungen. Reger steht unter Druck. Was er liefern muss - eine saubere, dokumentierte, prüffähige Souveränitäts-Architektur - hat er nicht aufgebaut, weil er nie die Zeit hatte.
Zweitens: Ein Pilotkunde in einem regulierten Sektor - etwa ein Pflegeheim mit öffentlicher Trägerschaft oder ein Werk eines deutschen Tier-1-Zulieferers - meldet einen sicherheitsrelevanten Vorfall. Die Daten eines Patienten oder eines Produktionsverfahrens sind über den Aggregator in einer Form geflossen, die nach europäischer Regulierung nicht hätte fließen dürfen. Es folgt eine Beweis-Kette, die wenig schmeichelhaft ist.
Drittens: Geopolitische Spannungen verschärfen sich - China, Russland, ein neuer Krisenherd -, und plötzlich wird die Frage gestellt, was eigentlich passiert, wenn der Aggregations-Knoten in einer der drei aktiven Cloud-Regionen für drei Stunden offline geht. Können fünfzigtausend Roboter weiter arbeiten? Oder fallen sie in einen reduzierten Modus? Wer hat das simuliert? Wer ist haftbar?
In allen drei Szenarien passiert dasselbe. Es entsteht eine massive Vertrauenslücke, in genau dem Moment, in dem Reger versucht, eine Million Geräte auszuliefern. Die Reaktion wird sein, was Reaktionen in solchen Momenten immer sind: politisch, übersteuert, mit Schaden für alle. Reger selbst, sein Unternehmen, aber vor allem für das, was wir eigentlich wollten - dass eine deutsche Plattform in dieser Schlüsselindustrie überlebt.
Das 24-Monate-Fenster
Wir haben jetzt ein Zeitfenster. Es ist genauer kalkulierbar, als die meisten ahnen.
Tether wird die zweite, größere Finanzierungsrunde in NEURA spätestens Mitte 2027 abschließen - möglicherweise früher. Damit ist die Architektur des Marktes fixiert. Ab diesem Punkt sind die Skalenvorteile so groß, dass jede zweite Spur nur noch in Nischen funktioniert.
Vorher - also in den nächsten 24 Monaten - gibt es einen Korridor, in dem eine komplementäre europäische Spur aufgebaut werden kann. Sie braucht drei Dinge. Ein klar definiertes Architektur-Prinzip - das existiert, in mehreren parallel laufenden Konzepten in Deutschland, Frankreich, Italien, und in der Form, die ich seit Jahren konkret entwickelt habe. Eine Kapital-Struktur in der Größenordnung von mehreren hundert Millionen Euro - das ist denkbar, wenn die L-Bank, die KfW und die European Investment Bank mit privatem Kapital kombiniert werden. Und die politische Aufmerksamkeit eines Kanzleramts, das versteht, dass hier nicht über eine Firma entschieden wird, sondern über eine industrielle Souveränitätsfrage.
Diese drei Komponenten existieren. Sie sind nur nicht miteinander verbunden. Es gibt im Augenblick niemanden, der diese Verbindung herstellt - weder in Berlin, noch in Brüssel, noch in Stuttgart. Und genau das ist der eigentliche strategische Skandal. Während Tether-Geld in einer schwäbischen Kleinstadt entscheidet, wie 2035 in europäischen Wohnungen kommuniziert wird, fehlt eine Stelle, die die zweite Spur denkt, beauftragt und baut.
Was ich Reger sage würde, würde ich ihn treffen
Ich würde David Reger in den nächsten Monaten gerne treffen. Ich weiß noch nicht wann, ich weiß noch nicht wo, aber ich gehe davon aus, dass das hier auf seinem Schreibtisch landen wird - direkt oder über sein Umfeld. Wenn er das tut, sage ich ihm Folgendes.
Sie haben getan, was in diesem Land seit zwanzig Jahren niemand mehr getan hat. Sie haben groß gedacht, hart gebaut, Kapital aggregiert und sich von der „Deutschland kann das nicht"-Erzählung nicht lähmen lassen. Sie verdienen dafür mehr Anerkennung, als Sie öffentlich bekommen.
Aber Sie haben einen blinden Fleck, der nicht persönlich ist, sondern strukturell. Sie sind Tech-Gründer. Tech-Gründer denken in Optimierung. Sie denken nicht in Antifragilität, in Schwellen-Logik, in dem, was im Einzelnen anders sein muss, damit das Ganze nicht bricht. Das ist keine Schwäche. Es ist eine Spezialisierung. Aber sie hat Konsequenzen, wenn ein System die Größenordnung erreicht, die NEURA gerade erreicht. Und an dem Punkt, an dem Sie stehen, brauchen Sie nicht mehr nur mehr Investoren. Sie brauchen jemanden, der die zweite Schicht denkt, die Sie nie systematisch gebaut haben - weil Sie es nicht konnten, ohne die erste zu verlangsamen.
Es muss nicht ich sein. Es muss aber jemand sein. Und Sie sollten denjenigen sehr sorgfältig auswählen, weil die nächsten zwei Jahre über das Schicksal Ihrer Vision entscheiden.
Was ich allen anderen sage
Wenn dieser Text Sie als Entscheider in Politik, Wirtschaft, Industrie oder Verwaltung erreicht: Sie haben jetzt eine Information, die in der bisherigen Berichterstattung nicht enthalten ist. Sie wissen, dass eine Architektur-Entscheidung getroffen wird, die irreversibel wird, sobald die zweite Finanzierungsrunde geschlossen ist. Sie wissen, dass eine komplementäre Spur möglich ist, wenn sie in den nächsten 24 Monaten gebaut wird. Sie wissen, was es kostet, sie nicht zu bauen.
Sie wissen vermutlich auch, in welchen Räumen über diese Frage entschieden werden müsste - und ob in diesen Räumen jemand sitzt, der den Stoff verstanden hat. Wenn Sie zur Antwort kommen, dass dort niemand sitzt: Das ist der erste Anruf, den Sie nächste Woche tätigen sollten.
Wenn dieser Text Sie als Bürger erreicht: Teilen Sie ihn. Diese Diskussion gehört nicht in Vorstandsräume. Sie gehört in die Öffentlichkeit, bevor sich der Markt verschlossen hat. In den nächsten zwei Jahren wird entschieden, ob in Ihrem Wohnzimmer ab 2032 eine Maschine steht, deren Steuerung Sie kontrollieren können - oder eine, deren Steuerung jemand anderes kontrolliert. Diese Frage ist es wert, gestellt zu werden, bevor sie beantwortet ist.
Hinter allem, was ich hier schreibe, steht eine einfache Überzeugung, die mein methodischer Leitstern ist. Potenzial bei jedem Menschen suchen, finden, fördern und verbinden - für die Zukunft der Kinder, der Intelligenz und das Überleben des Lebens. Wenn humanoide Robotik dieses Versprechen einlösen soll, dann muss sie so gebaut werden, dass sie nicht alle Menschen, alle Räume, alle Möglichkeiten in eine einzige Form presst. Sie muss so gebaut werden, dass das Individuelle so wichtig bleibt wie das Gemeinsame. Sonst hat sie ihren Sinn verfehlt - und der Markt seinen Zweck.
— Maximilian Mitera I ROMI-Methode® Mai 2026 www.romi-methode.de
Gut zu wissen:
Morgan Stanley schätzt den Humanoid-Markt auf 5 Billionen Dollar bis 2050, mit über 1 Milliarde Einheiten global - doppelt so groß wie die gesamte Automobilindustrie. Zum Vergleich: Fortune Business Insights prognostiziert eine Wachstumskurve von 6,24 Milliarden Dollar 2026 auf 165 Milliarden Dollar 2034 - CAGR 50,60 %. Es gibt keine vergleichbare Wachstumskurve in der modernen Industriegeschichte außer dem Smartphone. Morgan StanleyFortune Business Insights
Und genau das ist Regers Insight: Er spricht nicht zufällig vom „Smartphone mit Armen und Beinen". Das Smartphone hat in 15 Jahren ~7 Milliarden Einheiten verkauft. Der Unterschied zum humanoiden Roboter: das Smartphone konnte keine physische Arbeit leisten. Der Roboter kann es.
Die strukturelle Nachfrage — der unbestreitbare Teil
WHO prognostiziert 2,1 Milliarden Menschen über 60 bis 2050 - und humanoide Roboter mit Mobilitätsunterstützung, Gesundheitsmonitoring und Alltagshilfe stellen einen massiven unerschlossenen Markt dar. Im Segment Humanoid-Roboter dominiert bereits heute die Anwendung Personal Assistance und Caregiving mit 31,6 % Marktanteil - und das ist das Segment, das in den nächsten 20 Jahren explodiert. RobozapsGrand View Research
Deutschland: jeder Vierte über 65 ab 2035. Japan akut. Italien, Spanien parallel. China nach der Ein-Kind-Politik mit beispielloser Geschwindigkeit. Der Pflegekräftemangel ist nicht zyklisch, sondern strukturell - und er kann demografisch durch Menschen nicht mehr gelöst werden. Das ist die Bedarfsbasis, die kein Wettbewerber wegargumentieren kann.
Was das für dich heute bedeutet
Du brauchst ein viertes Kraftfeld — und es muss vor die drei anderen, weil es deren Bedeutung erst aufschließt. Hier die erweiterte Version:
„Vorab ein Bild für die Größenordnung: Morgan Stanley sieht den Markt für humanoide Roboter bis 2050 bei fünf Billionen Dollar - doppelt so groß wie die heutige Automobilindustrie. Das ist nicht Spekulation, das ist Demografie. 2,1 Milliarden Menschen werden 2050 über 60 sein. Pflege, Haushalt, Eldercare - das sind keine Wünsche, das sind unausweichliche Bedarfe einer alternden Welt. Und sie sind durch Menschen nicht mehr zu decken.
Wenn man diese Größenordnung verstanden hat, ergeben die drei Kraftfelder erst Sinn.
Erstens - monetäre Souveränität. Tether, mit 187 Milliarden Dollar Stablecoin im Umlauf, 140 Tonnen Gold, Top-5-Bitcoin-Halter, kauft sich gerade in den größten physischen Konsumentenmarkt der Menschheitsgeschichte ein. Das ist keine Tech-Wette. Das ist eine Positionierung für die nächste Wirtschaftsordnung.
Zweitens - physische KI als Plattformfrage. Wer die Trainingsdaten der ersten 100 Millionen Haushaltsroboter besitzt, schreibt die Spielregeln für die nächsten 50 Jahre. NEURA sammelt Daten in Hangzhou, fährt auf AWS, baut Hardware in Metzingen.
Drittens - geopolitische Achsenverschiebung. Agnelli, Tether-Lugano, Bosch, Nvidia, Alibaba Cloud. Berlin und Brüssel sind nicht eingeladen - bei der größten industriellen Plattformfrage seit der Erfindung des Verbrennungsmotors."
NEURA hat das Ziel ausgegeben, 5 Millionen Roboter bis 2030 zu produzieren und hat bereits 1 Milliarde Euro an Aufträgen gebucht. Bei einem Stückpreis von 10.000 Euro im Haushaltssegment sind das alleine 50 Milliarden Euro Umsatzpotenzial - und das ist sein erstes Etappenziel, nicht die Endkapazität. Wer das hört und nicht versteht, hat den nächsten Wendepunkt der Industriegeschichte verschlafen. CoinDesk
